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Die Entstehung

In der Klinik wurden die beiden Koblenzer Ärzte Dr. Eberhard Schmitt und Alexander Rzesnitzek mit den großen Schwierigkeiten der medikamentösen Einstellung von Parkinson-Patienten konfrontiert. Die Probleme wurden im Rahmen einer konventionellen stationären Behandlung oft nicht zufriedenstellend zu lösen.

Bei der langen Dauer der Krankheit ist es sehr wichtig, die notwendigen Medikamente im Hinblick auf Nebenwirkungen und Spätkomplkikationen so genau wie möglich zu dosieren. Die beurteilende Beobachtung des Patienten spielt hier eine ganz besondere Rolle. Für eine optimale Behandlung sind mehrfache Beobachtungen pro Tag notwendig, und zwar sowohl zu bestimmten Zeiten als auch unmittelbar auf Anforderung durch den Patienten.

In einer Klinik ist dies aufgrund des hohen personellen Aufwands nicht zu erfüllen. Das brachte den Koblenzer Arzt Alexander Rzesnitzek auf die Idee, ein System ins Leben zu rufen, das es den Patienten ermöglicht, ihrem Arzt ihre Beweglichkeit mehrfach am Tag zu zeigen. Der Arzt bekommt so einen sehr genauen Eindruck von der Erkrankung. Er erkennt Zustandsschwankungen während des Tages. Auch selten auftretende Störungen können dem Arzt auf diese Weise dokumentiert werden.

Gemeinsam mit seinem Kollegen, dem Neurologen Dr. Eberhard Schmitt, konnte er in einem Modellprojekt mit den gesetzlichen Krankenkassen des VdAK und den Arbeiterersatzkassen die Vorteile der ambulanten videounterstützten Therapie belegen. Mittlerweile hat die ambulante videounterstützte Parkinson-Therapie bereits vielen Patienten den Krankenhausaufenthalt ersetzt.

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